
BEUST.
Essen
Die Graf-Beust-Campus GmbH entwickelt auf dem Grundstück Graf-Beust-Allee 37 in Essen einen 4-5 geschossigen Büroneubau inklusive Revitalisierung der bestehenden Ziegelgebäude. plasma hat für das Grundstück einen Campus konzipiert, dessen Herzstück der grüne und kommunikative Innenhof darstellt. Um diesen Innenhof entsteht, unter Integration der historischen Kleineisenhalle, eine neue Bürowelt mit einem hohen Grad an Transparenz und großzügigen Terrassenbereichen.
Flexible Büroeinheiten von ca 800 m² werden durch Gastronomie und Konferenzflächen in der historischen Kleineisenhalle ergänzt. Der Nutzungsmix wird durch Kleingewerbeflächen im Erdgeschoss des Neubaus abgerundet. Das Thema des Innenhofs „ grün & kommunikativ“ setzt sich bei den Hoffassaden des Neubaus fort. Eine additiv vor die Hülle platzierte Rasterstruktur ermöglicht eine vielfältige Bespielung mit Terrassen und kaskadierenden Treppen. Zusätzliche Begrünungen steigern die Aufenthaltsqualität und verbessern das Mikroklima. Der Innenhof bildet das kommunikative Zentrum des Campus. Er dient der Erschließung der einzelnen Gebäude, soll aber auch mit seiner hohen Aufenthaltsqualität die Kommunikation untereinander fördern. Die sich zum Innenhof hin in eine lockere Rasterstruktur auflösenden Baukörper unterstreichen mit ihren Terrassenbereichen den introvertierten Charakter des neuen Quartiers.
Standort:
Essen
Jahr:
November 2019-Juni 2021
BGF:
ca. 28.000m² oberirdisch
Bauherr:
Graf-Beust-Campus GmbH
Leistungsphasen:
1-5

Der Innenhof besitzt in der Gesamtbetrachtung eine lineare Achse, an der sich kleinräumige Innenhöfe mit Erschließungskernen der Gebäude anordnen. Ein Teil des Innenhofes ist unterbaut. Die Gestaltung und Grundidee des Innenhofes basieren auf einer landschaftlichen Ästhetik. Diese präsentiert sich in einer organischen und fließenden Formensprache, mit einer modellierten Geländeoberfläche. Die Innenhofgestaltung orientiert sich an der umliegenden Erdgeschosshöhe. Die Oberfläche des Geländes setzt ca. 20 cm unterhalb der Erdgeschosshöhe an, sodass das architektonische Bauwerk in erhöhter Position vorzufinden ist.
Die rahmenden Flächen an der Graf-Beust-Allee und Herzogstraße weisen zum Teil größere Höhenunterschiede zum Straßenniveau auf und werden mit einem architektonischen Sockel und freiraumplanerischen Vegetationsflächen sowie mit Mauerscheiben gestaltet. Der Innenhof erhält eine flüssige Formensprache mittels Possehl-Belag. Zum Abstreuen wird eine Gesteinskörnung auf die Asphaltfläche aufgebracht. Das Resultat ist eine flächendeckende Oberflächengestaltung. Es birgt den Vorteil der Homogenität und vermittelt durch die Formgebung den einheitlichen Campus-Gedanken. Weiterhin besitzt die Gestaltung mit Possehl den Vorteil, dass weder Schnittkanten, noch kontroverse Verlegerichtung von Pflastersteinen den Innenhof bestimmen.


Campus

Perspektive Campus

Grundriss 3.Obergeschoss

Perspektive von der Graf-Beust-Allee

Schnitte


Innenraumperspektive



